Mallorca Fotoreise Teil 6

Letzter vollständiger Tag auf Mallorca, leider! Am Frühstückstisch tut Dieter geheimnisvoll. Er hat etwas für das anstehende Shooting. Es muss nur jemand aus seinem Hotelzimmer abholen und sich trauen das an der Lobby vorbei zu schmuggeln... Hm, wir fragen uns was das zu bedeuten hat. Anja hat sich für uns "geopfert" und dann saßen wir im Bus mit einer verschlossenen ALDI-Tüte. Aufmachen durften wir sie noch nicht. Es war aber nach kurzer Zeit klar dass ein Sektkübel, Sektflasche und eventuell Gläser drin sind. Dieter "schubste" uns immer weiter Richtung Entwicklung einer kleinen Story die wir beim Shooting umsetzen könnten.

Schlussendlich lautet unsere Story: Sandra kommt in einem eleganten Kleid an den Strand, bereitet ein Date vor. Der Sekt steht im Kübel, Gläser stehen bereit. Aber der Verlobte kommt und kommt nicht zum Date. Sandra wird immer ungeduldiger, nippt zwischendurch am Sekt und schaut in die Ferne auf das Meer. Dann wird sie wütend und kickt den Sektkübel durch die Luft. Ende

Die Umsetzung machen wir zu viert, Anja, Claudia, Daniel und ich. Location suchen, aufräumen, vorbereiten. Zwei Leute halten Reflektor, einer fotografiert, einer assistiert. Das Ergebnis ist richtig toll, es hat so viel Spaß gemacht, super Teamwork! Danke Dieter für deine Hilfe und Sandra fürs umsetzen unserer Ideen. Geiles Erlebnis so ein kleines Projekt umzusetzen. Viel interessanter als einfach nur die "normalen" Fotos und Portraits zu machen.

 

Den Rest unserer Zeit am Cap Salines mache ich noch ein paar "normale" Portraits mit Bea. Total schroffe Felsküste hier, ungewöhnlich, spannend.

 

Das nächste Highlight wartet an der Cala Mondragó. Einer der schönsten und natürlichsten Strände von Mallorca. Nach 10 Minuten Marsch um einen kleinen Hügel herum erreichen wir eine etwas abgelegene Felsbucht. Dieter und Frank nutzen die letzten Sonnenstrahlen um mit Sunbounce-Reflektoren eine Nische im Felsen auszuleuchten. Coole Kulisse für Sandra und Bea.

 

Vor dem nächsten Shooting schnappt Frank sich Sandra und mich. Er kennt natürlich die absolut besten Spots und stellt Sandra auf einen kleinen Felsvorsprung unterhalb der Klippe. Ich steige einige Meter weiter eine schmale Einbuchtung hinunter. So stehe ich noch tiefer als Sandra und sehe sie gegen den Himmel. Mit dem tosenden Meer unter uns. Einfach Hammer, kurz ein paar schnelle Aufnahmen. Ich muss mich gegen den Felsen pressen um sicher zu stehen und eine gute Perspektive zu bekommen. Frank reicht mir noch einen ND-Filter, ich schließe die Blende. Die Verschlusszeit liegt zwischen 1/4 und 1/13 Sekunde was die Dynamik der Wellen wunderschön zeigt. Sandra in einer traumhaften Kulisse. Meine Knie zittern als ich wieder oben ankomme, totaler Adrenalinschub! Zwei umwerfende Shootings an einem Tag, Hochstimmung. Ich kriege das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht und bin total glücklich.